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Raffen verboten

Ein Gedanke von Jutta Georg.

Leere Regale, übervolle Einkaufswagen, Panikkäufe wie ein Hamster, der Wintervorräte anlegt. Keiner versteht es, aber alle machen mit. Klopapier wird zum deutschen Wertpapier.


Mich erinnert das an die Versorgung des Volkes Israel in der Wüste. Das Volk jammerte: „Wir kommen um in der Wüste! Wären wir doch an den Fleischtöpfen Ägyptens geblieben.“ Ihr Vertrauen zu Gott war auf dem Tiefpunkt. Gott gibt ihnen eine wunderbare Zusage: „Jeden Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen Brot!“ Und siehe da, am Morgen lagen kleine Körner – sie nannten es Manna – auf den Boden. Jeder sammelte in seinen Krug so viel er wollte. Der eine mehr, der andere weniger. Aber als sie in ihren Krug schauten,hatte jeder so viel wie er brauchte.Gott weiß, was wir brauchen und gibt es uns gerne. Er versorgt uns, so wie es nötig ist, nicht im Überfluss, aber wie es gut für uns ist...


Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?

Matthäus 6, 26


Foto: Jutta Georg


Noch eine wichtige Mahnung aus der Mannageschichte in 2. Mose 16. Gott hatte die Anweisung gegeben, immer nur für einen Tag zu sammeln. Aber einige hielten sich nicht dran. Sie vertrauten Gott nicht und sammelten mehr. Als sie am nächsten Morgen in ihren Krug schauten, war das Manna schimmelig und stank. Keiner, der raffte, hatte mehr davon. Alles war vergeblich.


Ist das nicht auch so mit den Hamsterkäufen? Es macht uns arm und egoistisch. Wenn jeder das kauft, was er wirklich braucht, hätten wir volle Regale und es wäre immer genug für alle da. Wer sich bescheidet und auch an den anderen denkt, wird nie Mangel haben.


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