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Lasst uns an Wunder glauben! – Zuversicht für die neue Woche

Aktualisiert: März 28

Ein Gedanke von Anke Türk.



Eine Welt steht Kopf

Die Welt fühlt sich gerade komisch an. Ich arbeite seit zwei Wochen von zuhause. Die Fahrzeit fällt weg, ich könnte also mehr Freizeit genießen. Aber was soll man mit der Freizeit anfangen? Die Menschen, die man beim Einkaufen trifft, schauen sich besorgt um. Hat dahinten nicht gerade einer gehustet? Eine mulmige Stimmung macht sich breit.


Wo ist Gott in diesen Tagen? Darf ich noch hoffen, dass er uns auch in dieser Lage nicht im Stich lässt? Eine Freundin, die vor kurzem plötzlich ihre Mutter verloren hat, hat vor ein paar Tagen zu mir gesagt: „Wenn ich nicht an Wunder glauben würde, was nützt mir dann mein Glaube überhaupt.“



Nun bin ich ein Mensch, dem ganz oft, wenn er was hört, ein passendes Lied einfällt, das mich dann als Ohrwurm tagelang verfolgt. Seit dem Satz meiner Freundin spielt mein Kopf das Lied „There can be miracles when you believe“ in Dauerschleife ab. Das Lied stammt aus dem Film „Der Prinz von Ägypten“, ein Zeichentrickfilm über das Leben Moses mit dem Höhepunkt der Befreiung Israels. Den Israeliten ging es wirklich dreckig. Sie hatten nicht nur eine Ausgangssperre, sie waren sogar angekettet. Sie konnten sich noch nicht einmal in ihren Häusern hinter Bergen von Klopapier verschanzen und sich so sicherer fühlen.


In dieser ausweglosen Lage wirkt Gott seine wunderbare Rettung. Der Musikkabarettist Christoph Reuter hat mal gesagt: „Einen Ohrwurm wird man am besten los in dem man ihn teilt.“ Daher lade ich Sie herzlich ein, sich das Lied von Whitney Houston und Mariah Carey mit Freude, Vertrauen und Gelassenheit anzuhören.


There can be miracles when you believe.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben. (Markus 9, 24)


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