COVID-19

Corona geht uns alle an.

Um die Corona-Epidemie signifikant zu verlangsamen, sind nach dringender Empfehlung der westfälischen Landeskirche und der Superintendentur des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg alle Veranstaltungen und regelmäßigen Treffen der Ev. Kirchengemeinde Herscheid ab sofort vom Presbyterium abgesagt worden.

Alle Gruppen und Kreise, von der Frauenhilfe bis zum Bibelkreis, seien es Proben der Chöre oder Spielenachmittage, werden mindestens bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April 2020 ruhen.

 

Von diesem Maßnahmenpaket ist ebenfalls der Konfirmandenunterricht betroffen. Auch er fällt für beide Kurse aus. Ebensowenig findet der Vorstellungsgottesdienst statt. Auch der Öffentliche Unterricht zum Abschluss des Kurses 2018-2020 ist abgesagt. Über die Konfirmationstermine ist noch nicht entschieden, sind die doch erst für Mai geplant. Allerdings ist auch hier bereits die Empfehlung ergangen, sie in den Herbst 2020 zu verlegen. Informationen, sobald sie vorliegen, erfolgen unmittelbar!

 

Das Gemeindebüro ist weiterhin besetzt, allerdings bis auf weiteres nicht mehr für unangemeldeten Publikumsverkehr geöffnet. Die telefonische Erreichbarkeit ist zu den bekannten Zeiten gewährleistet (02357 / 2246).

 

Der Pfarrer ist angewiesen, ab sofort auf Hausbesuche zu verzichten. Dies gilt auch für die Praxis seiner Geburtstagsbesuche bei Menschen ab 90 Jahren. Für seelsorgerliche Anfragen ist Pfr. Meier verlässlich Montags, Mittwochs und Donnerstags zwischen 15 und 16.30 Uhr per Telefon zu sprechen (02357 / 1719708).

 

Die beiden Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Ev. Kirchengemeinde Herscheid „Unterm Regenbogen“ Herscheid und „Arche Noah“ Hüinghausen sind geschlossen und folgen selbstverständlich dem Betreuungsverbot mit seinen Einschränkungen, wie vom Land NRW erlassen.

 

Außerdem sind alle Zusammenkünfte in der Apostelkirche untersagt. Auch das gilt bis Ende der Osterferien. Damit wird es keine Gottesdienste über die Osterfeiertage geben.

Wir entwickeln aber gerade Angebote, die Sie online abrufen können. Tägliche Andachten und Sonntagspredigten sind dort ebenso abrufbar, wie Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit Ihrer Kirchengemeinde.

 

Trauerfeiern können nur noch im möglichst kleinen Kreis und nur direkt am Grab gehalten werden. Die Ev. Kirche von Westfalen steht mit den Behörden in Verhandlung, für Trauerfeiern eventuell Ausnahmeregelungen des Versammlungsverbots zu erwirken. Über neue Entwicklungen werden Sie natürlich umgehend informiert.

 

Sonntags, zur Zeit des sonst gewohnten Gottesdienstes wird die „Vater Unser Glocke“ läuten. Sie lädt ein, inne zu halten und ein Vater Unser zu sprechen. So wissen wir uns verbunden, auch in räumlicher Trennung. Lassen Sie sich auch zum Gebet einladen zu den üblichen Läutezeiten, Morgens, Mittags und Abends.

 

Ab Sonntag, 22. März 2020 werden zudem jeden Abend landesweit die Glocken unsrer Kirchen läuten. Diese Aktion wird ökumenische getragen. Die Glocken sagen Dank für alle, die zu Bewältigung der momentanen Krise beitragen und das wirtschaftliche Leben und die Grundversorgung aufrecht erhalten. Außerdem lädt das Geläut zum Gebet ein, dass wir uns alle unter Gottes Zusage seiner Liebe zu uns geborgen wissen. Wer mag, stellt dazu noch eine Kerze in sein Fenster daheim.

 

Die Ev. Kirchengemeinde Herscheid bittet alle um Verständnis für diese spürbaren Einschränkungen. Beten Sie für uns und seien Sie gesegnet und behütet!

+++ Update vom 25. Mai +++ Apostelkirche öffnet erstmals Pfingsten +++

Nach langen Beratungen und intensiven Vorbereitungen wird die Ev. Kirchengemeinde Herscheid am Pfingstsonntag, 31. Mai erstmals nach elf Wochen wieder einen Gottesdienst um 10 Uhr in der Apostelkirche feiern. Dies ist allerdings nur möglich unter Einhaltung eines eigens dafür entwickelten Schutzkonzepts mit strengen Hygiene-Maßnahmen:

 

1. Es dürfen nur maximal 15 Menschen den Gottesdienst besuchen. Zu jeder Zeit müssen sie einen Mindestabstand von 1,5m voneinander einhalten.

 

2. Das Betreten und Verlassen der Kirche erfolgt über den üblichen Eingang, der allerdings deutlich geteilt ist, damit beim Kommen und Gehen kein Gegenverkehr entstehen kann.

 

3. Am Eingang haben die Besucher und Besucherinnen sich in eine Anwesenheitsliste einzutragen, die vier Wochen lang aufbewahrt und anschließend vernichtet wird.

 

4. Außerdem müssen die Besucher und Besucherinnen beim Betreten und Verlassen der Kirche ihre Hände desinfizieren. Desinfektionsmittel werden zur Verfügung gestellt.

 

5. In der Kirche besteht Maskenpflicht zu jeder Zeit. Masken sind bitte mitzubringen.

 

6. In der Kirche ist ein „Einbahnstraßen-System“ gegen den Uhrzeigersinn etabliert. Die Besucher gehen von Süden her in die Kirchbänke und verlassen sie nach Norden hin. Bodenmarkierungen bieten Orientierungshilfe.

 

7. Es dürfen nur gekennzeichnete Sitzplätze belegt werden. Mitglieder eines Haushaltes (nicht unbedingt einer Familie, wenn sie in mehreren Haushalten wohnen) dürfen in der Kirchbank untereinander den Mindestabstand unterschreiten. Gegenüber anderen ist er selbstverständlich zu wahren.

 

8. Es werden keine Gesangbücher ausgegeben. Das Singen unterbleibt während des Gottesdienstes.

 

9. Vor und nach dem Gottesdienst sind auf dem Kirchenvorplatz Menschenansammlungen zu vermeiden.

 

10. Hinweisen des geschulten Personals, das auf die Einhaltung des Schutzkonzeptes achtet, ist während des Gottesdienstes zu jeder Zeit Folge zu leisten.

 

Außerdem ist die Kirchengemeinde gehalten, Menschen mit Symptomen wie Niesen oder Husten nicht am Gottesdienst teilnehmen zu lassen. Menschen, die über 60 Jahre alt sind und Vorerkrankungen wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes haben, wird dringend empfohlen, nicht am Gottesdienst teilzunehmen und auf Angebote im TV oder Internet (www.apostel.net) zurück zu greifen.

 

Um am Gottesdienst teilzunehmen, ist eine telefonische Anmeldung unbedingt notwendig. Hier werden bereits Kontaktdaten abgefragt und auf das Schutzkonzept hingewiesen.

 

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich bei Pfarrer Meier und nur am Freitag, 29. Mai von 15 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02357/1719708.

Am Pfingstmontag (1. Juni) wird es keinen Gottesdienst geben. Geplant sind ab Juni vielmehr sonntägliche Gottesdienste in der Apostelkirche zu den üblichen Zeiten (10 Uhr, am zweiten Sonntag im Monat 11 Uhr) unter den oben genannten Bedingungen.

 

Ob der Gottesdienst am 21. Juni 2020 wie geplant unter offenem Himmel (Open Air) gefeiert wird, steht noch nicht fest. Informationen folgen natürlich rechtzeitig.

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Noch keine Gottesdienste in der Apostelkirche Herscheid – aber behutsame Vorbereitung

 

In den Medien ist in diesen Tagen oft zu hören, dass in NRW ab sofort Gottesdienste wieder möglich sind. Fast nebenbei wird erwähnt, dass dies nur unter bestimmten Auflagen möglich ist.

 

Dabei sind die Bedingungen, Auflagen und Einschränkungen, auf die sich die Kirchen mit dem Land NRW geeinigt haben, erheblich. Sie reichen so weit, dass an einen Gottesdienst, wie wir ihn kennen, nicht zu denken ist.

 

Daher hat das Presbyterium auf seiner Sitzung vom 4. Mai 2020 davon Abstand genommen, möglichst schnell wieder in die Apostelkirche einzuladen. Vielmehr sollten wir als Evangelische Kirchengemeinde behutsam mit dem hohen Gut unserer Gottesdienste umgehen. Die Bedingungen, unter denen wir Gottesdienste zu feiern hätten, ließen uns kaum Geborgenheit in der guten Hand unseres Gottes erleben oder den Zuspruch seines Segens gemeinsam hören, geschweige denn spüren. Die Botschaft des Evangeliums von Hoffnung und Freiheit wird in Gottesdiensten mit Abstand und Maske, mit vorgeschriebenen Wegen und zugewiesenen Einzelplätzen, dafür ohne Gesang und menschliche Nähe kaum zu hören oder zu erfahren sein.

 

Gottesdienst lebt von der Gemeinschaft, die sein Heiliger Geist stiftet. Gottesdienst lebt von der Nähe, der Zuwendung zueinander; von der Begegnung, von einem Gesicht, das uns freundlich ist.

 

Das alles ist nicht möglich, wenn sich der Gottesdienst den vorgeschriebenen Bedingungen unter zu ordnen hat. Im Gegenteil: Wir würden dann mit allen Sinnen erleben, welche Macht diese Epidemie über uns hat und statt Segen und Hoffnung bedrückende und sorgenvolle Atmosphäre spüren.

 

Wir wollen nicht falsch verstanden werden: Alle Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie sind notwendig und sinnvoll.

 

Aber wenn wir in die Apostelkirche nur 15 Menschen einladen können, heißt das auch, dass wir viele Menschen „ausladen“ müssen. Das widerspricht der Verheißung Jesu „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid“.

 

Andacht und Gebet werden schwer möglich sein, wenn wir ständig darauf achten, dem anderen nicht zu nahe zu kommen, ja ihm aus dem Weg gehen müssen.

 

All das hat das Presbyterium veranlasst, in diesem Monat die Wiederaufnahme von Gottesdiensten erst einmal sorgfältig zu prüfen, auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren und Konzepte zu entwickeln, auf welche Weise und in welchen Formen Gottesdienste und Andachten unter den massiven Einschränkungen in der Kirche möglich sein können.

 

Das bisherige Online-Angebot auf unsrer Homepage www.apostel.net bleibt daher weiter bestehen.

 

Wir wissen, dass wir vielleicht Einige enttäuschen, die auf die baldige Öffnung unsrer Kirche hofften. Wir sind aber davon überzeugt, dass Gottesdienste unter den angeordneten Bedingungen keine Rückkehr zur Normalität bedeuten, sondern eher befremdlich wirken können und es daher schwer haben werden, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln.

 

Wir werden Sie informieren, wann und wie wir wieder zu Gottesdiensten in der Apostelkirche zusammen kommen. Nicht in den nächsten Wochen, aber nach sorgfältiger Vorbereitung – hoffentlich in nicht ferner Zukunft.

 

Bleiben Sie behütet und gesegnet!

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Die Apostelkirche öffnet wieder – es bleibt aber ungewohnt

 

In den Medien ist zu lesen und zu hören, dass Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen wieder ab dem

1. Mai möglich sein sollen. Dies hat überraschend schnell der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt. Inzwischen liegt ein Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland vor, das die Evangelische Kirche von Westfalen der Staatskanzlei des Landes NRW übermittelt hat, in dem die Bedingungen zur Hygiene und Vermeidung von Ansteckung mit dem Corona-Virus konkret aufgelistet werden. Das Papier ist noch nicht vom Robert-Koch-Institut geprüft und daher noch nicht offiziell genehmigt.

 

Dennoch bereiten sich nun die einzelnen Kirchengemeinden Westfalens darauf vor, diese darin beschriebenen Maßnahmen umzusetzen. In unserem Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg wird es demnach vor dem 10. Mai 2020 keine Gottesdienste geben, vielerorts auch erst später. Viele Verantwortliche – übrigens auch in unserer katholischen Schwesterkirche – halten die Öffnung der Kirchen für Gottesdienste grundsätzlich für verfrüht.

 

Wie dem auch sei: Wir, die Ev. Kirchengemeinde Herscheid, arbeiten ebenfalls an diesen Vorbereitungen, wenngleich eine Entscheidung über zukünftige Gottesdienste und deren Gestaltung erst vom Presbyterium auf seiner Sitzung am 4. Mai 2020 gefällt wird.

 

Wenn wir Gottesdienste feiern, muss zu jeder Zeit zwischen den Gottesdienst-Besuchern ein Mindestabstand von 1,5m gewährleistet sein. Eingang und Ausgang der Kirche müssen getrennt verlaufen. Der Verzicht auf Gemeindegesang und auf die Feier des Heiligen Abendmahls wird empfohlen. Ob das Tragen von Nasen-Mund-Schutz nicht nur empfohlen, sondern vorgeschrieben wird, ist noch offen.

 

Sobald all diese und noch viel mehr Vorschriften von der Apostelkirche Herscheid erfüllt sind, können wir sie wieder für Gottesdienste öffnen. Ob dies am 10. Mai geschieht, steht noch nicht fest. Sie werden aber natürlich rechtzeitig informiert.

 

Bei all den Vorschriften wird deutlich, dass es sich bei der Öffnung der Kirchen keinesfalls um eine Rückkehr zur Normalität handelt. Im Gegenteil: Gottesdienste unter diesen Umständen werden sich fremd anfühlen. Ob sie tatsächlich trösten und ermutigen, weil wir wieder als Gemeinde in der Kirche beten und Gottes Wort hören können, oder doch eher bedrücken und befremden, weil wir die ganze Zeit darauf achten müssen, dem anderen nicht zu nahe zu kommen und nichts anzufassen, muss sich zeigen.

 

Vielleicht gibt es ja noch andere Formen, die Kirche sinnvoll für die frohe Botschaft und für die Gemeinde Jesu Christi zu öffnen und zu nutzen. Das Presbyterium mit seinem Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik wird sich dieser Frage annehmen.

Über weitere Entwicklungen werden wir Sie natürlich sofort unterrichten.

 

Bleiben Sie behütet!

Ihre Ev. Kirchengemeinde Herscheid

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